S203 der kleine Bruder

  • Seit ca. 10 Jahren fährt meine Frau diesen schönen Kombi. Wir haben den aus erster Hand von einer Mercedesniederlassung gekauft. Es ist ein 220cdi mit 150 PS mit OM646.

    Ein schönes Auto, aber auch hier nagt natürlich der Zahn der Zeit.

    Letztes Jahr musste die Hinterachse raus, weil die Bremsleitungen angefressen waren. Da neben der Achse auch der Tank abgelassen werden muß ist das für Leute, die das in der Werkstatt machen lassen müssen schon ein halbes Todesurteil.

    Die Achse war soweit unauffällig und wurde etwas entrostet und leider mangels weitere Motivation nur gepinselt. Im letzten Jahr was dann auch die hintere Bremse fällig. Eigentlich Kleinkram, aaaber die Bremsankerbleche hatten es auch hinter sich und das bedeutet: Naben rausschlagen und neue Lager verpressen. Wenn ich das also schon mache, dann erneuere ich auch gleich die Hinterachsstreben und entroste die Radträger. Heisst dann auch Achse wieder ablassen, da man sonst an die Schrauben der vorderen oberen Streben nicht rankommt.

    Meine rosarote Vorstellung war, wir nehmen Vaters TEE auf eine Bühne und diesen auf die andere und machen eine schöne Familienschraubaktion draus (Sohnemann kommt auch mit dazu).

    Wie im anderen Thread geschrieben haben wir uns das kälteste WE ausgesucht. (Neben Familie noch Hinterachse von nem Golf 1 Cabrio restauriert, aber da habe ich keine Bilder)

  • Der C ist an der Hinterachse durchaus ähnlich zum 124, aber in Details etwas verbauter. Die Antriebswellen sind nur gesteckt und am Diff ziemlich fest, sodaß sie bei der Montage immer im Weg sind und man mehrfach die Streben an und abschrauben muß. Ansonsten passen die Werkzeuge vom 124er.

    Mit meinem Sohne habe ich Montag Abend alles fertig montiert und nach Hause gefahren,...

    und dabei tatsächlich vergessen den Endtopf wieder zu montieren. :patsch: Man hört das erstaunlicherweise fast gar nicht :hihi: .

    Also das noch nachgeholt und nun hoffe ich, dass da hinten erstmal lange wieder Ruhe ist.

  • Moin,

    ich hatte auch mal einen W203 mit maroden Ankerblechen. Da ich keine Lust hatte die Lager zu erneuern, hab ich die Bleche einfach halbier, montiert und dann an einigen Stellen einfach Punktgeschweißt und dann etwas Farbe drauf, passt. ;)

    Der W203 hat mich reparaturtechnisch, aber nicht überzeugt. Alles, was ich erneuern musste, ist irgendwie erstmal in die Hose gegangen. Meistens waren es Verschraubungen, die fest waren bzw. abgerissen sind. Und das bei einem 8 Jahre alten Wagen. :arghs: Und das waren nicht nur Schrauben, die der Umwelt ausgesetzt waren. Beispiel: Ich wollte die Seilzüge der Feststellbremse nachstellen. Der Mechanismus ist unter der Rückbank geschützt verbaut. Beim Versuch die Stellschraube zu verändern, ist die mir einfach abgerissen. Die Schraube bekommt man natürlich nicht einzeln, sonder muss die ganze Mechanik neu machen. Zum Glück habe ich im Netz eine Originale für knapp 30€ bekommen. Vom Rost der Erstserien ganz zu schweigen...

    Ich bin von diesem Wagen geheilt.


    Gruß

    Rainer

  • Moin Rainer,

    das kann ich verstehen, ich habe aber zum Glück andere Erfahrungen gemacht. Einiges ist halt fummeliger als beim 124er, aber insgesamt mit Schraubererfahrung gut zu machen. Auch prädispositionierte Schrauben liessen sich bisher (Auto ist ja bald 20) immer öffnen.

    Grüße

    Otthardt


    P.S. heute Abend werden wir die Schrauben am Radträger nochmal nachziehen müssen, es poltert etwas und nach der Überholung/Lackierung der Radträger ist das ja auch normal